Putin stellt Trump Bedingung für Waffenstillstand

 Putin stellt Trump Bedingung für Waffenstillstand

Der russische Präsident Wladimir Putin hat eine Bedingung für einen Waffenstillstand in der Ukraine gestellt: Er fordert, dass alle Waffenlieferungen an Kiew während der von Ex-US-Präsident Donald Trump vorgeschlagenen Feuerpause eingestellt werden.

Laut Bloomberg planen Putin und Trump ein Telefonat am 18. März, wobei das Hauptthema ein 30-tägiger Waffenstillstand ist, den die ukrainische Seite unter bestimmten Bedingungen akzeptieren würde.

In der vergangenen Woche traf sich der russische Staatschef mit Trumps Gesandtem Steve Witkoff und stellte als zentrale Forderung die Einstellung der Waffenlieferungen an die Ukraine. Diese Information wurde von einem hochrangigen europäischen Beamten und mehreren Quellen in Moskau bestätigt, die mit der Position des Kremls vertraut sind.

Russland besteht auf einer vollständigen Beendigung der Militärhilfe für die Ukraine, wobei die Mindestforderung darin besteht, dass die USA ihre Lieferungen einstellen. Europäische Staaten zeigen große Zurückhaltung gegenüber dieser Forderung, da dies Russland einen Vorteil verschaffen könnte, indem es sich neu bewaffnen kann, während die Ukraine keine Unterstützung mehr erhält.

Als Reaktion auf mögliche Einschränkungen haben Großbritannien und die Europäische Union ihre Bemühungen verstärkt, neue Militärhilfspakete für die Ukraine schnellstmöglich bereitzustellen.

Laut Moskauer Quellen wird der Kreml, selbst wenn Putin vorübergehend die Einstellung der Lieferungen durchsetzt, von der Ukraine im Rahmen eines Friedensabkommens eine Begrenzung ihres militärischen Potenzials fordern.

Waffenstillstand und internationale Reaktionen

Washington und Kiew präsentierten nach Gesprächen in Saudi-Arabien einen Plan für einen Waffenstillstand. Die Trump-Administration hob zudem ein einwöchiges Verbot von Waffenlieferungen und Geheimdienstaustausch auf, das zuvor verhängt worden war, um die Ukraine zu diplomatischen Zugeständnissen zu drängen.

Es gibt jedoch Befürchtungen, dass Trumps Zugeständnisse Kiews Position schwächen könnten. Die USA haben bereits faktisch die Forderungen des Kremls akzeptiert, die besetzten ukrainischen Gebiete unter russischer Kontrolle zu belassen und Kiews NATO-Ambitionen zu blockieren.

Seit Beginn der Invasion im Februar 2022 hat die Ukraine ihre eigene Waffenproduktion von 10 % auf über 30 % ihres Bedarfs erhöht. Dennoch ist Kiew weiterhin auf internationale Lieferanten angewiesen, insbesondere für moderne Militärtechnologie. Derzeit stellen die USA 40 % der militärischen Bedürfnisse der Ukraine bereit, während Europa etwa 30 % abdeckt.

Neben dem Waffenstillstand werden Putin und Trump in ihrem Telefongespräch auch die Situation im Kernkraftwerk Saporischschja – dem größten Atomkraftwerk Europas, das seit Beginn des Krieges unter russischer Kontrolle steht – besprechen.

Die Pressesprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt, erklärte, dass das Kraftwerk „an der Grenze“ zwischen Russland und der Ukraine liege, was Spekulationen über mögliche territoriale Zugeständnisse im Rahmen des Friedensprozesses ausgelöst hat.

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