Russland intensiviert Offensive auf Pokrowsk: Britischer Geheimdienst warnt vor Einkesselung
Russische Streitkräfte verstärken ihre Bemühungen, die Stadt Pokrowsk in der Oblast Donezk einzukesseln – ein zentraler logistischer Knotenpunkt für die ukrainischen Verteidigungslinien im Donbas. Das geht aus dem täglichen Bericht des britischen Verteidigungsministeriums vom 2. August 2025 hervor.
Dem Bericht zufolge erzielten russische Truppen in den letzten Tagen schrittweise Fortschritte aus nordöstlicher Richtung, um wichtige Nachschubwege und Bodentransportverbindungen abzuschneiden. Insbesondere rücken sie in Richtung des Dorfes Rodynske entlang der Fernstraße H-32 vor, einem wichtigen Versorgungskorridor aus dem Norden.
Auch südlich der Straße wurden russische Truppenbewegungen festgestellt, insbesondere nahe Myroliubiwka.
📌 Lageüberblick:
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj wies Berichte über die angebliche Einnahme von Tschassiw Jar zurück und bezeichnete diese als russische Desinformationskampagne.
Er betonte, dass die ukrainischen Streitkräfte ihre Positionen in der Nähe von Pokrowsk halten, wo derzeit die intensivsten Kämpfe stattfinden.
Laut offenen Quellen versuchten russische Aufklärungseinheiten am 22. Juli in den Süden von Pokrowsk einzudringen, wurden jedoch durch ukrainische Säuberungsoperationen zurückgedrängt.
Der britische Geheimdienst geht davon aus, dass Pokrowsk seit dem Fall von Awdijiwka im Februar 2024 eines der Hauptziele der russischen Armee ist – mit erheblichen Verlusten auf russischer Seite.
🗣 Taktikänderung des Feindes:
Ein Sprecher der ukrainischen Truppenformation „Chortyzja“ erklärte, dass sich die russische Strategie geändert habe: Anstelle von Angriffen auf westliche und südliche Vororte konzentriert sich Russland nun darauf, einen Keil zwischen Pokrowsk und Kostiantyniwka zu treiben, um die gesamte Agglomeration Pokrowsk-Myronohorod von Osten her zu bedrohen.
Russische Militärblogger behaupteten am 31. Juli, ihre Truppen hätten das Stadtzentrum von Pokrowsk erreicht. Eine unabhängige Bestätigung liegt jedoch nicht vor.








