Die USA bereiten neuen Druck auf Moskau und Kiew vor: Frieden verzögert sich
Die Regierung von Präsident Donald Trump hat eingeräumt, dass ein Friedensabkommen zwischen der Ukraine und Russland in den kommenden Monaten unwahrscheinlich ist. Laut Reuters, das sich auf US-Beamte beruft, entwickelt Washington neue Wege, um Druck auf beide Konfliktparteien auszuüben.
Verzögerter Frieden: Die Strategie des Weißen Hauses
Ursprünglich hoffte die Trump-Regierung, bis zum Frühjahr 2025 einen Waffenstillstand zu erreichen und ein langfristiges Friedensabkommen zu unterzeichnen. Doch die jüngsten Entwicklungen zeigen, dass der Kreml nicht bereit ist, Zugeständnisse zu machen. Der russische Präsident Wladimir Putin zeigt offen seine Ablehnung einer vorübergehenden Feuerpause. Infolgedessen gibt Washington zu, dass Russland den Verhandlungsprozess hinauszögert, während die Ukraine zusätzliche Unterstützung vom Westen benötigt.
Laut Reuters haben US-Beamte in den letzten Wochen ihre Unzufriedenheit mit der Verhandlungsstrategie Kiews zum Ausdruck gebracht, sind jedoch auch zunehmend von Moskau enttäuscht. Das Weiße Haus und das US-Außenministerium prüfen daher neue wirtschaftliche und diplomatische Hebel, um Russland zu Friedensvereinbarungen zu drängen.
Verschärfte Sanktionen gegen Russland
Der US-Senat hat einen parteiübergreifenden Gesetzentwurf eingebracht, der neue Sanktionen gegen Moskau vorsieht, falls es sich Friedensgesprächen entzieht. Die Initiative hat 50 Senatoren zusammengebracht – gleichmäßig aufgeteilt zwischen Republikanern und Demokraten. Der Gesetzentwurf sieht vor:
- Zusätzliche Sanktionen gegen Personen und Organisationen, die die russische Aggression unterstützen;
- 500 % Zölle auf Importe aus Ländern, die russische Energiequellen kaufen;
- Ein Verbot neuer Investitionen in Russland;
- Überwachung der „Schattenflotte“ des Kremls.
Der Gesetzentwurf wurde bereits dem Repräsentantenhaus vorgelegt und genießt parteiübergreifende Unterstützung.
Besuch eines Kreml-Vertreters in den USA
Zusätzlich berichtet CNN, dass Kirill Dmitrijew, Leiter des russischen Direktinvestitionsfonds und enger Verbündeter Putins, einen Besuch in den USA plant. Er beabsichtigt, sich mit Steve Witkoff, einem Sondergesandten der Trump-Regierung, zu treffen, um weitere Schritte zur „Stärkung der Beziehungen“ zwischen beiden Ländern zu besprechen.
Dieser Besuch wäre der erste seit dem russischen Großangriff auf die Ukraine. Dmitrijew deutete in sozialen Netzwerken an, dass die Reise möglich sei, und rief zur Wiederaufnahme des Dialogs zwischen Moskau und Washington auf.
Laut CNN haben die USA die Sanktionen gegen Dmitrijew vorübergehend ausgesetzt, um ihm ein Visum zu erteilen. Dies könnte auf diplomatische Manöver Washingtons hindeuten.
Fazit
Die USA überdenken ihre Strategie in Bezug auf die Ukraine und bereiten sich darauf vor, den Sanktionsdruck auf Russland zu erhöhen. Gleichzeitig sucht der Kreml nach neuen Möglichkeiten für einen Dialog mit dem Westen. Der weitere Verlauf der Ereignisse wird von den Positionen Washingtons und Moskaus sowie der Bereitschaft Kiews zur diplomatischen Lösung abhängen.








