Trumps Handelspolitik in der Kritik: Wie Unsicherheit die US-Ölindustrie bedroht

 Trumps Handelspolitik in der Kritik: Wie Unsicherheit die US-Ölindustrie bedroht

Ölpreise in den USA sinken stark aufgrund des Handelskonflikts

Die jüngsten Entscheidungen des ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump über neue Zölle haben die globalen Ölmärkte erschüttert. Seine aggressive Handelspolitik, besonders gegenüber China, führte zu starken Preisschwankungen bei Rohöl und gefährdet die Rentabilität der Schieferölindustrie.

Am Mittwoch fiel der Preis für US-Rohöl auf $55,12 pro Barrel – ein Rückgang von 23 % im Vergleich zum Stand vor dem 2. April.

Schieferölunternehmen brauchen stabile Preise

Die Schieferölindustrie verhalf den USA zur weltweiten Führungsposition in der Ölproduktion. Laut einer Umfrage der Federal Reserve Bank of Dallas benötigen die meisten Unternehmen mindestens $65 pro Barrel, um neue Bohrungen rentabel durchzuführen.

Investitionen auf Eis gelegt

Jim Burkhard von S&P Global Commodity Insights bezeichnet die aktuelle Unsicherheit als außergewöhnlich hoch. Unternehmen zögern mit Investitionen aufgrund der unklaren Handelspolitik.

Kurzfristige Erleichterung durch Trumps Kurswechsel

Trumps überraschende Ankündigung eines 90-tägigen Zollaufschubs (außer gegenüber China) ließ die Ölpreise vorübergehend auf $62,35 steigen. Experten warnen jedoch: Das ist nur ein kurzer Aufschub.

Produktionsrückgang droht

Susan Bell von Rystad Energy warnt: Bleiben die Preise unter $60, könnten etwa 50 Bohranlagen stillgelegt werden. Das gefährdet das Wachstum der Branche und die Attraktivität der USA als Investitionsstandort.

Aussichten bleiben düster

Goldman Sachs senkte seine WTI-Prognose auf $58 für Dezember 2025 und $51 für Ende nächsten Jahres. Ein Preisrückgang auf $50–55 könnte das Wachstum der US-Ölproduktion zum Stillstand bringen.

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