Russland intensiviert Sabotageakte in Europa: Neue hybride Bedrohungen gefährden die Sicherheit des Westens
Nach dem Beginn der großangelegten Invasion in der Ukraine im Jahr 2022 haben viele EU-Staaten zahlreiche russische Diplomaten ausgewiesen, um Moskaus Spionagenetzwerke zu zerschlagen. Als Reaktion darauf hat der Kreml eine neue Taktik hybrider Sabotage in Europa eingeschlagen.
Laut der britischen Zeitung The Times vergibt Russland mittlerweile Aufträge an lokale Täter in Europa – von Vandalismus bis hin zu Auftragsmorden. Die Zahl solcher Vorfälle hat sich zwischen 2023 und 2024 verdreifacht.
🔥 Explosionen, Angriffe und Desinformationskampagnen
Im Juli 2024 kam es zu Explosionen in DHL-Logistikzentren in Leipzig (Deutschland) und Birmingham (Großbritannien). Die Ermittlungen ergaben, dass Brandvorrichtungen in Paketen versteckt waren, die mit zivilen Flugzeugen transportiert wurden – mit geplanter Detonation während des Fluges.
Ein weiteres Mittel ist Desinformation. In Österreich wurde eine groß angelegte Kampagne aufgedeckt, bei der gefälschte Graffiti und Aufkleber mit erfundenen rechtsradikalen Parolen im Namen der Ukraine verbreitet wurden. Ziel war es, pro-ukrainische Parteien wie die Grünen vor den Wahlen in Deutschland zu diskreditieren.
🕵️ Verdacht auf Beteiligung an Gewalttaten
Eine Reihe von Messerangriffen und Auto-Attacken auf Passanten in Deutschland – oft durch Migranten verübt – wird ebenfalls mit russischen Einflussnahmen in Verbindung gebracht. Ziel dieser Taten war es, die Unterstützung für proeuropäische Kräfte zu schwächen und die prorussische AfD („Alternative für Deutschland“) zu stärken.
Zur Durchführung solcher Aktionen nutzt Russland Kleinkriminelle oder radikale Gruppen, die in bar oder mit nicht rückverfolgbarer Kryptowährung bezahlt werden.
⚠️ Europa bleibt verwundbar
Der Autor der Analyse, Edward Lucas – Sicherheitsexperte und Fachmann für europäische sowie transatlantische Sicherheitsfragen – warnt, dass europäische Gesellschaften gegenüber hybriden Bedrohungen Russlands besonders anfällig bleiben. Zudem fehle es vielen Staaten an effektiven Mitteln zur Abschreckung solcher Angriffe.
„Europa braucht dringend eine neue Sicherheitsstrategie – Russlands hybride Kriegsführung ist nicht vorbei, sie verändert nur ihre Gestalt.“








