USA blockieren G7-Erklärung zum Raketenangriff auf Sumy: Hintergründe
Die Vereinigten Staaten haben sich geweigert, eine gemeinsame Erklärung der G7-Staaten zu unterstützen, in der der russische Raketenangriff auf die ukrainische Stadt Sumy am 13. April 2025 verurteilt wird. Das berichtet Bloomberg unter Berufung auf informierte Quellen.
Laut den Angaben begründete Washington seine Entscheidung mit dem Wunsch, den diplomatischen Spielraum für mögliche Friedensverhandlungen mit Moskau zu wahren. Kanada, das derzeit den G7-Vorsitz innehat, teilte den Partnern mit, dass ohne die Zustimmung der USA keine gemeinsame Erklärung möglich sei.
Der tödlichste Angriff des Jahres 2025
Der Angriff auf Sumy gilt als der tödlichste Angriff in der Ukraine seit Jahresbeginn. 35 Menschen kamen ums Leben, und es gab erhebliche Zerstörungen. Russland setzte zwei ballistische Raketen ein, von denen eine mit Streumunition bestückt war. Der Angriff erfolgte am Palmsonntagmorgen und löste weltweit Entsetzen aus.
Trumps Reaktion: Fehler Russlands und Schuldzuweisungen
Der ehemalige US-Präsident Donald Trump bezeichnete den Angriff als „schreckliche Tragödie“, nannte jedoch keine Details. Er erklärte, ihm zufolge habe „Russland einen Fehler gemacht“. Gleichzeitig machte er erneut Joe Biden und Wolodymyr Selenskyj für den Krieg verantwortlich und fügte später auch Wladimir Putin hinzu.
Friedensgespräche hinter verschlossenen Türen
Die Blockade der G7-Erklärung erfolgte kurz nach dem Treffen zwischen Trumps Sondergesandtem Steve Witkoff und Putin in St. Petersburg. Die Gespräche dauerten etwa fünf Stunden und drehten sich um einen möglichen Waffenstillstand in der Ukraine. Witkoff erklärte zuvor, der Schlüssel zu einem Abkommen liege in fünf umstrittenen Gebieten.








