Selenskyj verhängt Sanktionen gegen drei chinesische Unternehmen wegen Lieferung von Materialien für russische Waffen
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat ein Dekret unterzeichnet, das Sanktionen gegen drei chinesische Firmen verhängt, die laut ukrainischen Angaben Materialien für die Produktion russischer Raketen liefern — darunter das taktische Raketensystem „Iskander“. Die Entscheidung folgte auf Selenskyjs Erklärung, dass China Russland möglicherweise militärisch unterstützt.
Welche Unternehmen sanktioniert wurden
Laut Dekret Nr. 247/2025 betrifft die Sanktionsliste folgende Unternehmen mit Sitz in China:
- Beijing Aviation And Aerospace Xianghui Technology Co. Ltd
- Rui Jin Machinery Co. Ltd
- Zhongfu Shenying Carbon Fiber Xining Co. Ltd
Diese Firmen stehen im Verdacht, direkte oder indirekte Verbindungen zur russischen Rüstungsindustrie zu haben.
Stellungnahme des Sanktionsbeauftragten
Der Beauftragte für Sanktionspolitik, Wladyslaw Wlassjuk, erklärte, dass die genannten Unternehmen strategische Materialien wie Kohlefaser und Werkzeugmaschinen an russische Rüstungsbetriebe liefern.
Konkret:
- Beijing Aviation And Aerospace Xianghui Technology Co. Ltd und Zhongfu Shenying Carbon Fiber Xining Co. Ltd lieferten Kohlefaser an Nanotechnologisches Zentrum für Verbundwerkstoffe GmbH, das Polymer-Verbundmaterialien für das russische Militär herstellt.
- Rui Jin Machinery Co. Ltd arbeitete mit Obltransterminal GmbH zusammen, einem Vermittler für das russische Unternehmen Sasta AG, das Werkzeugmaschinen für das Militär produziert.
Chinas Reaktion
Am 17. April erklärte Präsident Selenskyj, die Ukraine verfüge über Informationen, dass China tödliche Waffen, darunter Schießpulver und Artilleriekomponenten, an Russland liefere. Das chinesische Außenministerium dementierte dies und betonte, China habe keiner Konfliktpartei Waffen geliefert.








