Ein Abkommen zwischen den USA und Russland scheint unwahrscheinlich: The New York Times über Trumps Haltung und Friedensgespräche
Am 18. April berichtete die New York Times, dass ein mögliches Friedensabkommen zwischen den USA und Russland kaum Aussicht auf Erfolg habe. Aussagen des ehemaligen Präsidenten Donald Trump und Außenministers Marco Rubio werfen Fragen auf, ob die USA wirklich bereit sind, die Ukraine und Europa vollständig zu unterstützen.
Trump strebt laut Bericht eine Annäherung an Russland an. Dafür müsste er jedoch „die Ukraine umgehen“ – etwa durch einen Waffenstillstand oder durch das Aufschieben der Ukraine-Frage. Eine solche Taktik könnte das gesamte Sicherheitsgefüge Europas gefährden.
Ist eine Deeskalation realistisch?
Experten glauben, dass selbst ein außenpolitischer Kurswechsel unter Trump keine dauerhafte Lösung bringen würde. Wladimir Putin, der im Westen als illegitim gilt, wird seine Allianzen mit China, Iran und Nordkorea – allesamt Unterstützer Russlands mit Technologie, Drohnen und möglicherweise Truppen – kaum aufgeben.
Alexander Gabuev, Direktor des Carnegie Eurasia Center, schrieb in Foreign Affairs, dass ein oberflächliches Tauwetter nicht ausreiche, um Putins tiefes Misstrauen gegenüber dem Westen zu überwinden. Zudem könnte eine neue US-Regierung 2028 die Politik erneut ändern.
Überblick zu den Verhandlungen
- 11. März, Dschidda (Saudi-Arabien): Die USA schlugen einen 30-tägigen Waffenstillstand in der Ukraine vor. Kiew stimmte zu, Moskau lehnte ab. Kreml-Vertreter nannte das Angebot eine „Verschnaufpause für die ukrainischen Truppen“, sprach aber von langfristigem Frieden.
- 25. März: USA und Ukraine vereinbarten Maßnahmen zur Vermeidung von Angriffen auf Energieinfrastruktur.
- 26. März: Trump warf Russland Verzögerung vor, zeigte sich aber zuversichtlich, dass es den Krieg beenden wolle.
- 11. April: Trump forderte Russland über Truth Social auf, die Kriegshandlungen schnell zu beenden.
- 17. April: Er sprach von einem Wendepunkt: „Frieden schließen oder schweigen“.
- 18. April: Marco Rubio erklärte, dass die USA aus den Gesprächen aussteigen könnten, falls keine klaren Fortschritte erkennbar sind.








