Rekord in Tschornobyl: Größte Rotwildherde im Sperrgebiet gesichtet

 Rekord in Tschornobyl: Größte Rotwildherde im Sperrgebiet gesichtet

Das Tschornobyler Strahlen-Ökologische Biosphärenreservat hat erneut die Aufmerksamkeit von Wissenschaftlern und Umweltschützern auf sich gezogen. Im Frühjahr 2025 wurde dort erstmals eine Herde von 23 Rothirschen beobachtet – ein absoluter Rekord für diese Region.

Zunahme der Wildtierpopulationen im Reservat

Bei der jährlichen Frühjahrszählung stellten Fachleute einen deutlichen Anstieg der Huftierpopulationen fest, insbesondere bei Przewalski-Pferden und Rothirschen. Die Zahl der europäischen Elche hingegen ist vermutlich aufgrund eingeschränkter Wanderbewegungen an der Grenze zur Belarus gesunken.

Einfluss der Tiere auf das Ökosystem

Gleichzeitig wurde ein Rückgang der trockenen Pflanzenmasse festgestellt – ein Hinweis auf intensive Beweidung. Dies wirkt sich positiv auf die Brandgefahr aus. Allerdings häufen sich Pflanzen wie Seggen und Schilfgras, die nicht von Tieren gefressen werden, weiterhin stark an.

Über das Biosphärenreservat Tschornobyl

Das Reservat liegt im Gebiet Kyjiw (Rajone Iwankiw und Poliske) und wurde 2016 gegründet. Mit einer Fläche von 226.269,5 Hektar ist es das größte Naturschutzgebiet der Ukraine.

Das offizielle Motto “Ein Ort, an dem die Natur sie selbst sein kann” beschreibt treffend die natürliche Rückkehr der Wildnis in diese besondere Zone.

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