IWF-Mission startet Gespräche in Kyjiw: Fokus auf EFF-Programmüberprüfung
Am 20. Mai begann eine Mission des Internationalen Währungsfonds (IWF) in Kyjiw mit der achten Überprüfung des Programms zur erweiterten Finanzierung (EFF).
Laut IWF-Vertreterin in der Ukraine, Priscilla Toffano, wird die Mission von Gavin Gray geleitet.
Zentrale Gesprächsthemen
Am 19. Mai fand ein virtuelles Eröffnungstreffen zwischen Vertretern des IWF, der Nationalbank der Ukraine (NBU) und des Finanzministeriums statt. Teilgenommen haben u.a. NBU-Gouverneur Andrij Pyshnyj, Finanzminister Serhij Martschenko und Gavin Gray.
Diskutiert werden:
- Mobilisierung inländischer Einnahmen,
- Schuldenstabilität,
- strukturelle Reformen im Finanzsektor,
- Inflationsbekämpfung und
- mögliche Devisenliberalisierung.
Die NBU betont die Priorität der Inflationskontrolle und einer schrittweisen Lockerung der Kapitalverkehrskontrollen.
Details zum EFF-Programm
Das aktuelle Programm läuft von 2023 bis 2027 mit einem Volumen von 15,6 Mrd. USD und ist Teil eines umfassenderen Hilfspakets im Umfang von 148,8 Mrd. USD.
Für 2025 rechnet die Ukraine mit 2,7 Mrd. USD aus vier Überprüfungen. Eine Tranche könnte im Juni bei positiver Bewertung durch das IWF-Direktorium genehmigt werden.
Im März erhielt die Ukraine bereits 400 Mio. USD (statt ursprünglich 900 Mio.) auf eigenen Wunsch.
Für 2025 wird mit 55 Mrd. USD externer Finanzierung gerechnet, vor allem über das ERA Loans-Programm mit russischen Vermögenswerten. Teile davon werden 2026 verwendet.
IWF-Prognosen
Basisszenario: Kriegsende bis Ende 2025, BIP-Wachstum 2–3 % (2025) und 4,5 % (2026).
Negativszenario: Krieg dauert bis Mitte 2026, Rückgang des BIP um 2 % (2025) und 0,5 % (2026), Finanzierungslücke: 162,9 Mrd. USD (+14,1 Mrd. gegenüber Basis).








