Australien besorgt über Russlands Vorstoß zur Stationierung von Militärflugzeugen in Indonesien
Russlands Wunsch, Militärflugzeuge auf dem indonesischen Luftwaffenstützpunkt Biak zu stationieren, sorgt in Australien für große Besorgnis. Premierminister Anthony Albanese betonte, dass ein wachsender russischer Einfluss im indo-pazifischen Raum für Australien nicht akzeptabel sei.
„Wir wollen keinen russischen Einfluss in unserer Region. Australien unterstützt die Ukraine und betrachtet Wladimir Putin als autoritären Führer, der internationales Recht verletzt und ein souveränes Land angegriffen hat“, sagte Albanese.
Russlands Anfrage zur Nutzung der Basis Biak
Laut The Guardian hat Moskau offiziell bei der indonesischen Regierung um Erlaubnis gebeten, Langstreckenflugzeuge der russischen Luftstreitkräfte in Biak stationieren zu dürfen. Die Stadt liegt in der Provinz Papua, nahe der Nordgrenze Australiens.
Verteidigungsminister Richard Marles erklärte, dass Indonesien bisher keine Antwort gegeben habe. Australien werde weiterhin in enger Partnerschaft mit Indonesien zusammenarbeiten.
Indonesien zeigt Zurückhaltung
Auf dem Luftwaffenstützpunkt Biak ist derzeit die 27. Staffel der indonesischen Luftwaffe stationiert, die CN235-Überwachungsflugzeuge betreibt. Experten halten eine Zustimmung seitens Indonesiens für unwahrscheinlich, da das Land traditionell keine ausländischen Militärbasen zulässt.
Im Februar traf sich Verteidigungsminister Sjafrie Sjamsoeddin mit dem Sekretär des russischen Sicherheitsrates Sergej Schoigu, wo dieses Thema angesprochen wurde.
Internationale Reaktionen und Unterstützung für die Ukraine
Außenministerin Penny Wong bestätigte, dass die Regierung die Situation aufmerksam beobachte und weitere Informationen einhole.
Australien hat zudem seine Unterstützung für die britische Initiative der „Koalition der Willigen“ bekräftigt, die sich für die Unterstützung der Ukraine einsetzt. Am 5. März fanden Gespräche mit über 20 interessierten Staaten statt.
Die russische Botschaft in Canberra reagierte mit Drohungen gegenüber Australien und sprach von „ernsten Konsequenzen“.








