Das Unternehmen Kovalska zerstört die Uferlinie und verletzt Umweltvorschriften beim Sandabbau in der Nähe der Insel Vodnykiv
Illegaler Sandabbau in der Nähe von Kiew: Umweltbedrohung und Untätigkeit der Behörden
Das Unternehmen “Kovalska” setzt den Sandabbau unter Missachtung der Umweltvorschriften fort, was eine Bedrohung für das Ökosystem darstellt und den Anwohnern Unannehmlichkeiten bereitet. Trotz zahlreicher Beschwerden von Bürgern ergreifen die Aufsichtsbehörden keine Maßnahmen zur Beendigung dieser Aktivitäten. Dies erklärte der Aktivist Jewhen Schewtschenko, der auf der Insel Vodnykiv lebt.
Lärmbelästigung und Umweltprobleme durch Sandabbau
Laut dem Aktivisten müssen die Einwohner Kiews seit Monaten den unaufhörlichen Lärm von Lastkähnen und Baggern ertragen, die von “Kovalska” betrieben werden und Sand vom Grund des Dnipro-Flusses abbauen. Besonders betroffen sind die Bewohner der Stadtteile Osokorky und der Insel Vodnykiv. Schewtschenko verglich diesen Prozess mit einem Müllwagen, der unaufhörlich Abfall unter den Fenstern von Wohnungen lädt und entlädt – begleitet von lautem Lärm von frühmorgens bis spät in die Nacht.
Untätigkeit der Behörden und ökologische Risiken
Trotz zahlreicher Beschwerden der Anwohner bei verschiedenen Behörden gibt es keine Reaktion der Regierung. Schewtschenko behauptet, dass Beschwerden bei der Wasserschutzpolizei, dem Umweltministerium und der Kiewer Stadtverwaltung zu keinen Ergebnissen geführt haben. Die Strafverfolgungsbehörden erklären, dass sie nicht befugt seien, einzugreifen, während die Kiewer Verwaltung weiterhin Genehmigungen für den Betrieb der Lastkähne erteilt, sogar während des Laichverbots für Fische.
Darüber hinaus wurde die Genehmigung für den Sandabbau unter Verletzung der Umweltgesetze erteilt, und die zuständigen Behörden überwachen die Folgen dieser Aktivitäten nicht. Infolgedessen wird die Uferlinie zerstört, und zukünftige Schutzmaßnahmen werden erhebliche öffentliche Ausgaben erfordern.
Wasserverschmutzung und Fischsterben
Schewtschenko betont, dass häufige Treibstoffverschmutzungen durch die Lastkähne das Wasser verschmutzen und das Ökosystem des Flusses zerstören. Die Tierwelt des Dnipro-Flusses nimmt rapide ab, und tote Fische sind für die Anwohner mittlerweile ein alltäglicher Anblick. In der Zwischenzeit setzt der Eigentümer von “Kovalska”, Serhij Pylypenko, laut dem Aktivisten seine Sandabbaumaßnahmen unter dem Schutz korrupter Strukturen fort und gefährdet damit Hunderte von Haushalten.
Gerichtsverzögerungen und behördliche Fahrlässigkeit
Der stellvertretende Generalstaatsanwalt hatte zuvor eine Sammelbeschwerde der Anwohner anerkannt und beim Gericht einen Antrag auf Widerruf der Abbaulizenz des Unternehmens eingereicht. Das Kiewer Bezirksverwaltungsgericht hat jedoch seit über einem Jahr kein Urteil gefällt, was “Kovalska” faktisch erlaubt, seine Aktivitäten ungehindert fortzusetzen.
Somit sehen sich Aktivisten und Kiewer Bürger mit völliger Gleichgültigkeit seitens der örtlichen Behörden, Strafverfolgungsbehörden und Umweltinstitutionen konfrontiert, was zu einer großflächigen Umweltkatastrophe führen könnte.








