OpenAI will Google Chrome kaufen – bei gerichtlicher Trennung
OpenAI zeigt Interesse am Kauf des Browsers Google Chrome, sollte ein US-Bundesgericht im Rahmen eines Kartellverfahrens dessen Ausgliederung anordnen. Dies erklärte Nick Turley, Produktchef von ChatGPT, am 22. April während einer Anhörung, berichtet Reuters.
Derzeit ist ChatGPT bereits als Erweiterung für Chrome verfügbar, doch laut Turley könnte eine tiefere Integration mit dem Browser ein noch leistungsfähigeres Produkt ermöglichen.
Kartellrechtlicher Druck auf Google
Die Anhörung fand in Washington statt und ist Teil einer Serie von Klagen des US-Justizministeriums gegen die marktbeherrschende Stellung großer Tech-Konzerne im Bereich Suchmaschinen, soziale Netzwerke und KI.
Bereits 2023 wurde Google wegen Monopolstellung im Bereich Online-Suche verurteilt, und erst kürzlich erklärte ein Gericht das Monopol in der digitalen Werbung ebenfalls für rechtswidrig. Nun wird geprüft, wie Googles Dominanz, insbesondere angesichts wachsender generativer KI-Dienste wie ChatGPT, begrenzt werden kann.
KI trifft Internet: Die Zukunft der Suche
Generative KI-Modelle nutzen das Internet aktiv zur Informationsbeschaffung, um Antworten zu präzisieren und Fehlinformationen oder “Halluzinationen” zu minimieren – eine der größten Herausforderungen heutiger Chatbots.
Turley erwähnte auch, dass OpenAI im Vorjahr eine Kooperation mit Google vorgeschlagen hatte, um Suchergebnisse in ChatGPT zu integrieren. Google lehnte jedoch ab.








