Russland führt massiven Angriff auf die Gasinfrastruktur der Ukraine durch
In der Nacht zum 20. Februar haben russische Truppen einen groß angelegten Raketen- und Drohnenangriff auf die Gasinfrastruktur der Ukraine durchgeführt, der zu Schäden an den Produktionsanlagen führte. Dies deutet auf Versuche der Besatzer hin, die Energiesicherheit des Landes zu untergraben und die Gasproduktion zu stoppen.
Darüber berichtete der Energieminister der Ukraine, Herman Haluschchenko.
„In der letzten Nacht hat Russland erneut einen massiven Angriff auf die Gasinfrastruktur durchgeführt, wobei Produktionsobjekte beschädigt wurden“, sagte der Minister.
Fachleute haben bereits mit der Schadensbewertung begonnen und führen Wiederherstellungsarbeiten durch. Laut Haluschchenko ist das Ziel der Angriffe die Zerstörung der Gasproduktionskapazitäten, die für die Bedürfnisse der Bürger und die zentrale Heizversorgung von entscheidender Bedeutung sind.
Es werden alle notwendigen Maßnahmen ergriffen, um die Auswirkungen des Angriffs zu beheben und die Gasversorgung zu stabilisieren.
Details des nächtlichen Angriffs
Laut der Luftwaffe haben die russischen Besatzer Raketen aus der Luft, vom Boden und vom Meer aus eingesetzt, um kritische Infrastrukturen in der Region Charkiw anzugreifen. Insgesamt wurden bis zu 14 Raketen eingesetzt, darunter die Marschflugkörper „X-101/X-555“, „Kalibr“ sowie die ballistischen Raketen „Iskander-M“ und KN-23.
Zusätzlich zu den Raketenangriffen griff der Feind die Ukraine mit Drohnen an. Die Luftwaffe hat noch keine Informationen über die Ergebnisse der Luftabwehroperationen und die Folgen des Angriffs veröffentlicht.
Die Angriffe betrafen die Regionen Charkiw, Sumy, Odessa und Kiew. In der Region Cherson zerstörte eine feindliche gelenkte Bombe teilweise den Eingang zu einem Mehrfamilienhaus, es gibt Verletzte, und Rettungsarbeiten sind im Gange.
Folgen der Angriffe auf die Gasinfrastruktur
Dies ist nicht der erste Fall von Angriffen auf die Gasanlagen der Ukraine. Im Frühjahr 2024 führten die Besatzer Raketenangriffe auf Gasspeicheranlagen in der Region Lwiw durch, aber damals wurde nur die Bodeninfrastruktur beschädigt.
Später intensivierten sich die Angriffe auf die Gasinfrastruktur. Aufgrund der Reduzierung der eigenen Produktion und der steigenden Nachfrage nach Energieressourcen im Winter hat die Ukraine wiederholt Notstromabschaltungen vorgenommen. Um die Situation zu stabilisieren, muss das Land den Gasimport erhöhen, so Oleksandr Kharchenko, Direktor des Zentrums für Energieforschung.
Die Schäden an den Produktionsanlagen erschweren die Energiesituation und zwingen die Ukraine, ihre Strategie für die Gas- und Stromversorgung anzupassen.








