Gericht hebt die Baugenehmigung für das Wohnkomplex H2O in Osokorky auf: Aktivisten fordern die Schaffung eines Ökoparks
Das Volyn Bezirksverwaltungsgericht hat die Baugenehmigung für das Wohnbauprojekt H2O in Osokorky, Kiew, aufgehoben. Diese Entscheidung stellt einen wichtigen Schritt im Kampf der Aktivisten dar, die seit Jahren die Schaffung eines Ökoparks Osokorky fordern.
Wie verlief der Gerichtsprozess?
Der Fall wurde zweimal verhandelt: Zunächst lehnte das Bezirksverwaltungsgericht Kiew die Klage ab. Doch das Sechste Berufungsgericht für Verwaltungsrecht hob diese Entscheidung auf. Der Oberste Gerichtshof hob beide Urteile auf und verwies den Fall zur erneuten Prüfung, wobei der Fall aufgrund einer automatischen Verteilung an das Volyn-Gericht übergeben wurde.
Argumente der Aktivisten
Aktivisten der Organisation “Ekopark Osokorky” reichten Klage ein und argumentierten, dass der Bau mehrere gesetzliche Anforderungen verletzt:
- Das Grundstück befindet sich in einem geschützten Landschaftsbereich.
- Das Projekt entspricht nicht dem Masterplan von Kiew bis 2020, der das Gebiet als Teil einer öffentlichen Parkzone definiert.
- Es wurde keine Umweltverträglichkeitsprüfung durchgeführt.
Gerichtsurteil und nächste Schritte
Das Gericht gab der Klage statt und hob die Baugenehmigung auf, die von “Kontaktbudservice” LLC und “Budevolyutsiya” LLC erteilt wurde. Das Urteil kann noch in Berufung angefochten werden.
Proteste gegen die Bebauung in Osokorky
Seit den frühen 2000er Jahren wird in Kiew an drei Wohnkomplexen, bekannt als “Patriotika” und “Evrika”, gebaut. Aufgrund der Insolvenz der Bank “Arkada” wurden diese Projekte jedoch nicht fertiggestellt. Das Land wurde dann in kommunalen Besitz zurückgegeben, und der Bau wurde an einen anderen Entwickler übertragen.
Lokale Aktivisten kämpfen weiterhin für die Erhaltung des Gebiets als Ökopark, was nach wie vor ein zentrales Thema in den Protesten gegen den Bau ist.








