Iran nennt Bedingungen für Verhandlungen mit den USA über das Atomabkommen
Der iranische Außenminister Abbas Araghchi erklärte, dass Verhandlungen mit Washington über ein neues Atomabkommen unmöglich seien, solange die USA ihre Druckpolitik nicht aufgeben. Dies berichtet Reuters am Sonntag, den 23. März.
Die USA stellen Forderungen an den Iran
Laut Axios schickte US-Präsident Donald Trump am 19. März einen Brief an Irans Obersten Führer Ayatollah Ali Khamenei, in dem er eine zweimonatige Frist für den Abschluss eines neuen Atomabkommens setzte.
Quellen zufolge war das Schreiben hart: Einerseits bot Trump Verhandlungen an, andererseits drohte er mit ernsten Konsequenzen, falls Teheran das Angebot ablehne und sein Atomprogramm fortsetze.
Khamenei bezeichnete das US-Angebot jedoch als „Täuschung“ und erklärte, dass Verhandlungen die Sanktionen gegen den Iran nur verschärfen würden.
“Maximaler Druck” Strategie
Wie Reuters berichtet, setzt Trump seine Strategie des „maximalen Drucks“ fort, die darauf abzielt, den Iran mit Sanktionen zu Zugeständnissen in der Atom- und Raketenpolitik zu zwingen.
Araghchi erklärte, dass die Weigerung des Iran, mit Washington zu verhandeln, aus früheren Erfahrungen resultiere – 2018 traten die USA einseitig aus dem Atomabkommen von 2015 mit Iran und sechs führenden Weltmächten aus. Danach führte Trump harte Wirtschaftssanktionen wieder ein, die der iranischen Wirtschaft erheblich schadeten.
Als Reaktion begann Teheran, die im Abkommen festgelegten Beschränkungen zu verletzen und erhöhte die Urananreicherung deutlich.
Geheime Verhandlungen zwischen Iran und Russland
Laut The Times führt Iran geheime Gespräche mit Russland, um die militärische Zusammenarbeit auszubauen und Unterstützung für sein Atomprogramm zu erhalten.
The New York Times berichtet, dass die Aussetzung der US-Hilfe für die UNO die internationale Überwachung des iranischen Atomprogramms erschwert habe.
Khamenei lehnt Verhandlungen mit den USA ab
Am 13. März wies der Oberste Führer Irans, Ayatollah Khamenei, das US-Angebot für Verhandlungen kategorisch zurück.
„Wenn wir wissen, dass sie ihre Verpflichtungen nicht einhalten werden, welchen Sinn haben dann Verhandlungen? Dies ist nur eine Täuschung der öffentlichen Meinung“, zitierten ihn iranische Staatsmedien.
Fazit
Die Aussichten auf ein neues Atomabkommen zwischen Iran und den USA bleiben ungewiss. Teheran fordert eine Änderung der US-Politik, während das Weiße Haus an seiner Sanktionsstrategie festhält.
Wie sich die Situation weiterentwickelt, bleibt abzuwarten, doch eines ist klar: Beide Seiten sind noch nicht zu einem Kompromiss bereit.








