Großbritannien kündigt umfassende Verteidigungsreform und Ausbau des Nuklearpotenzials an
Die britische Regierung startet eine tiefgreifende Reform der Streitkräfte, um die Einsatzbereitschaft zu erhöhen und das nukleare Abschreckungspotenzial auszubauen. Premierminister Keir Starmer präsentierte die neue Verteidigungsstrategie angesichts wachsender globaler Bedrohungen.
Vorbereitung auf einen Krieg: Schwerpunkte der Verteidigungsreform
Starmer erklärte, dass Großbritannien in einen Zustand erhöhter Gefechtsbereitschaft übergeht. Über 20 Milliarden US-Dollar sollen in die Modernisierung des Nukleararsenals investiert werden. Im Rahmen des AUKUS-Pakts mit den USA und Australien sollen bis zu 12 nuklearbetriebene U-Boote gebaut werden.
Zentrale Ziele der Reform:
- Stärkung der Einsatzfähigkeit der Streitkräfte;
- Festigung der Rolle Großbritanniens in der NATO;
- Innovation im Verteidigungsbereich im Kriegsmodus.
„Wer den Krieg verhindern will, muss bereit sein, ihn zu führen“, betonte Starmer.
Neue Verteidigungsinvestitionen: Abschreckung, Raketen, Cybersicherheit
Verteidigungsminister John Healey erklärte, dass die Investitionen im Nuklearbereich eine deutliche Botschaft an Moskau senden. Großbritannien wird:
- Sechs neue Munitionsfabriken errichten;
- Bis zu 7.000 Langstreckenraketen beschaffen;
- In Cybersicherheit und strategische Ausrüstungslager investieren.
Erhöhung des Verteidigungshaushalts
Auch wenn kein genaues Datum genannt wurde, plant die Regierung, die Verteidigungsausgaben bis 2027 auf 2,5 % des BIP zu steigern – derzeit liegen sie bei etwa 2,3 %.
Die russische Bedrohung als Auslöser
Im Zuge wachsender Zweifel an US-Sicherheitsgarantien hat London Russland offiziell als direkte Bedrohung anerkannt. Minister warnen vor der realen Möglichkeit eines Konflikts mit Moskau.
Laut The Telegraph aktualisiert die Regierung heimlich ihre Notfallpläne, um sich auf einen möglichen russischen Angriff vorzubereiten.








