Witkoff kritisierte Starmers Idee von Friedenssicherungskräften in der Ukraine
Der US-Sonderbeauftragte für den Nahen Osten, Steve Witkoff, kritisierte die Initiative des britischen Premierministers Keir Starmer, die die Entsendung eines internationalen Friedenskontingents in die Ukraine vorsieht. Witkoff bezeichnete diese Idee als „Show“.
Witkoffs Reaktion auf die Friedensinitiative
In einem Podcast mit Tucker Carlson, zitiert von der Times, erklärte Witkoff, dass der Plan Großbritanniens und Frankreichs, möglicherweise 10.000 Friedenssicherungstruppen zu entsenden, „vereinfacht“ sei und die Realitäten des Konflikts nicht berücksichtige. Er betonte, dass europäische Führungspersönlichkeiten Russlands Absichten nicht vollständig verstehen.
„Die Briten scheinen zu glauben, dass jeder wie Winston Churchill handeln sollte und dass die Russen angeblich durch Europa marschieren. Das ist absurd. Übrigens haben wir die NATO, die es während des Zweiten Weltkriegs nicht gab“, bemerkte Witkoff.
Hauptproblem des Konflikts
Laut dem US-Beamten liegt das Hauptproblem des Krieges in der Situation der vorübergehend besetzten Gebiete der Ukraine – der Regionen Donezk, Luhansk, Cherson und Saporischschja. Er verweist auf die sogenannten „Referenden“, die von den russischen Behörden organisiert wurden, und behauptet, dass die Mehrheit der Bevölkerung in diesen Regionen den Wunsch geäußert habe, sich Russland anzuschließen.
„Diese Regionen sind russischsprachig. Dort wurden Referenden abgehalten, und die meisten Menschen wollten angeblich unter russischer Herrschaft stehen. Dies ist das Hauptproblem des Konflikts“, betonte Witkoff.
Unterstützung für internationale Friedenssicherungskräfte
Länder wie Italien, das Vereinigte Königreich, Lettland, Deutschland, Kanada, Litauen und Australien unterstützen die Entsendung von Friedenssicherungseinheiten in die Ukraine. Rumänien hat vorgeschlagen, ein Transitknotenpunkt für die Truppen zu werden. Polen hingegen hat erklärt, dass es nicht beabsichtigt, sein Militär zu beteiligen.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj stellte fest, dass die Anwesenheit europäischer Partnertruppen ein wirksames Mittel sein könnte, um Russland unter Druck zu setzen und Frieden zu erreichen. Gleichzeitig betonte er, dass die Friedenssicherungsmission die NATO-Mitgliedschaft der Ukraine nicht ersetzen sollte.
Endgültige Zusammensetzung des Friedenskontingents
Nach dem Treffen der „Koalition der Willigen“ kündigte Keir Starmer an, dass die Zahl der Soldaten in der Friedenssicherungsmission mehr als 10.000 betragen werde. Der Großteil des Kontingents wird aus Truppen aus Großbritannien und Frankreich bestehen.
Bei einem Dringlichkeitsgipfel in Paris schlug der französische Präsident Emmanuel Macron vor, Friedenssicherungskräfte jenseits der zukünftigen Demarkationslinie und nicht direkt darauf zu stationieren. Er betonte auch, dass die Zustimmung Russlands für die Entsendung eines Friedenskontingents in die Ukraine nicht erforderlich sei.








