Journalist Wolodymyr Kotsur stirbt an der Front: Sportreporter und Verteidiger der Ukraine gefallen

 Journalist Wolodymyr Kotsur stirbt an der Front: Sportreporter und Verteidiger der Ukraine gefallen

Der ukrainische Sportjournalist und Soldat Wolodymyr Kotsur ist im Krieg gefallen. Er trat nach Beginn der russischen Invasion den Streitkräften bei.

Dies bestätigte der Ausschuss für Meinungsfreiheit des ukrainischen Parlaments, der seinen Beitrag zur Entwicklung des ukrainischen Sportjournalismus würdigte.

„Wolodymyr Kotsurs langjährige journalistische Arbeit war eng mit der Förderung des Sports in der Ukraine verbunden. Seine Beiträge auf führenden Fernsehkanälen prägten eine Ära der Sportberichterstattung. Sein Tod ist ein schwerer Verlust für die Medienwelt und für alle, die mutigen und verantwortungsvollen Journalismus schätzen“, heißt es in der Mitteilung.

Journalistische Laufbahn: Von der Region Riwne zu nationalen Medien

Kollegen von Sport-Express berichteten, dass Wolodymyr aus der Region Riwne stammte. In den 1990er-Jahren begann er seine Karriere mit der Berichterstattung über lokale Sportereignisse. Später zog er nach Kiew und arbeitete über zehn Jahre in verschiedenen Medien, u.a. für Ukrainischer Fußball und Komanda.

Sport.ua erinnerte an eine humorvolle Begebenheit während des WM-Qualifikationsspiels 2006 zwischen der Ukraine und Griechenland, als Kotsur ein Autogramm vom griechischen Spieler Kostas Katsouranis ergattern wollte:

„Als Katsouranis aus der Kabine kam, stellte sich Wolodymyr ihm in den Weg und sagte: ‘Ich bin Kotsur, du bist Katsouranis.’ Der Spieler konnte nicht anders, als für ein Foto und ein Autogramm zu posieren“, erzählen seine Kollegen.

Militärdienst und letzter Kontakt

Nach Beginn der russischen Invasion 2022 trat Wolodymyr freiwillig dem Militär bei. Dieses Jahr hätte er 54 Jahre alt werden sollen.

Laut seinem Freund und Kollegen Mykola Pikula meldete er sich zuletzt am 5. April 2025 — dem Tag, an dem er zu einem Einsatz in der Region Donezk aufbrach.

Zur Erinnerung

Zuvor war auch der Historiker Nazar Oleshchuk, der aus Polen zurückgekehrt war, um sein Land zu verteidigen, an der Front gefallen.

Redactor